Du bist, was Du isst – wie Du durch Ernährung erfolgreicher und fokussierter wirst – James AI

Das Thema bewusste Ernährung ist in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus gerückt und für manche Menschen schon fast der Mittelpunkt ihres Lebens und gar eine Art Glaubensfrage geworden.

Sport und gesunde Ernährung hängen unvermeidlich miteinander zusammen. Wenn Du produktiver, konzentrierter und leistungsfähiger sein und Dich insgesamt fitter und vitaler fühlen möchtest, kommt es sehr stark darauf an, was Du zu Dir nimmst. Zudem kannst Du durch die richtige Ernährung längere krankheitsbedingte Ausfälle vorbeugen und sowohl Deine Lebensqualität steigern als auch Dein Leben verlängern.
Daher werde ich in diesem Beitrag auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und deren  Auswirkungen eingehen.

Die Frage, ob eine vegane, vegetarische oder eine Ernährung mit Fleisch besser sei, werde ich nicht diskutieren, da sie Dir selbst überlassen werden soll.

 

Getränke

 

Auch wenn viele bei dem Wort „Ernährung“ zunächst einmal an eine feste Nahrungsaufnahme denken, gehört zu diesem Thema ebenfalls das Trinken. Es ist jedoch genauso entscheidend wie das Essen, wird allerdings oft mit seinen Auswirkungen auf unseren Körper unterschätzt.

 

Wasser

 

Wasser gilt als der Ursprung allen Lebens. Da der Körper eines Erwachsenen aus ca. 60% Wasser besteht und wir durch Schwitzen, Atmen, beim Gang auf die Toilette und über die Haut auch ohne Sport um die 2,5 Liter pro Tag verlieren, sollte diese Flüssigkeit wieder aufgefüllt werden. Am besten machen wir dies mithilfe von Wasser.

Leider habe ich selbst lange Zeit fast nur Softdrinks und Schorlen trotz Trainings getrunken. Heute bin ich zum Glück schlauer. Ich war regelrecht süchtig danach, mir Zuckerhaltiges in flüssiger Form einzutrichtern. Die Folge war, dass ich nach kurzer Zeit wieder unkonzentriert war und das Verlangen nach neuem Zucker hatte. Hier liegt außerdem mit die größte Gefahr für Übergewicht und Diabetes, da wir im Gegensatz zu Festem kaum ein Sättigungsgefühl bekommen.

Daher gibt es in Großbritannien seit knapp zwei Jahren eine Zuckersteuer auf Softdrinks, auf die die Hersteller teilweise mit der Reduzierung des Zuckergehalts reagiert haben.

Die scheinbar gesunde Apfelschorle beinhaltet mit 26 kcal pro 100 ml immer noch fast 60% so viel Zucker wie Cola. Zwei Liter Apfelschorle würden damit schon ein Viertel des Kalorienbedarfs einer erwachsenen Frau decken.
Aus diesem Grund trinke ich heute fast nur noch Wasser, habe dadurch viel schneller abgenommen und habe fast nie mehr Sodbrennen.
Auf Zucker komme ich später noch einmal genauer zu sprechen.

An Tagen mit wenig Bewegung sollten zwei Liter (nichtalkoholische) Flüssigkeit ein Richtwert sein. Ein Liter mehr schadet dem Körper nicht, sondern wirkt sich sogar positiv aus, wenn man nicht auf einmal die Tagesmenge zu sich nimmt.
Wie bei fast allem, kann man es hier aber auch übertreiben: Ohne starkes Schwitzen und ohne Durst sollte man täglich nicht mehr als vier Liter trinken, da hier die Nieren geschädigt werden können und der Mineralhaushalt durcheinander gebracht werden kann.

 

Kaffee oder Grüner Tee?

 

Im Gegensatz zu dem sich lange gehaltenen Irrglauben entwässert Kaffee den Körper nur kaum. Denn das in ihm enthaltene Koffein wirkt bloß äußerst kurz harntreibend. Allerdings hat koffeinhaltiger Kaffee eine andere Nebenwirkung auf unseren Körper: Wir werden schnell wach, aber auch schnell wieder müde und werden unkonzentriert. Grüner Tee beinhaltet zwar ebenfalls Koffein als Wirkstoff, der unserer Müdigkeit entgegenwirkt, jedoch helfen die vorhandenen Gerbstoffe dabei, das Koffein nach und nach ins Blut abzugeben, wodurch wir länger wach und konzentriert bleiben. Falls Du morgens also nicht ohne Koffein produktiv sein kannst, ist hier Grüner Tee die bessere Wahl. Zudem soll er laut unterschiedlicher Studien neben weiterer positiver Wirkungen sowohl beim Abnehmen helfen als auch Herzkrankheiten und Schlaganfälle vorbeugen.

 

Alkohol

 

Dass viel Alkohol nicht gesund ist, sollten heutzutage die meisten Menschen wissen.
Die Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum können dramatisch sein: Fettleber oder später gar Leberzirrhose, Gehirnschäden mit Gedächtnisverlust, Konzentrationsmangel und Verringerung des Urteilsvermögen, Herzmuskelerkrankungen, Bluthochdruck, Gastritis, Pankreatitis, geringere Potenz und Persönlichkeitsstörungen.

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist durch regelmäßigen Alkoholkonsum derart hoch, dass Alkohol mit der größte Verursacher von Krebs in Deutschland darstellt. Diese gravierenden Folgen erleiden zumeist süchtige und exzessive Trinker.
Neben diesen extremen Erkrankungen hat aber auch gelegentlicher Alkoholkonsum noch andere negative Konsequenzen auf unseren Körper: Alkohol hemmt den Muskelaufbau, entzieht dem Körper Wasser, besitzt versteckte Kalorien und kurbelt den Heißhunger an, wodurch wir schnell an Körperfett zunehmen können. Zudem weiß jeder, der schon einen Kater hatte, dass man nach einem feuchtfröhlichen Abend am nächsten Tag nur schwer in Gang kommt, sich schlapp fühlt und unproduktiv ist, was wiederum unserer Umsetzung schadet.
Insbesondere bei Kindern und Heranwachsenden hat Alkoholkonsum auch bei vergleichsweise geringen Mengen drastische Folgen, die die körperliche Entwicklung der Organe, allen voran des Gehirns, massiv stören.

Trotz dieser ganzen Auswirkungen steckt der Körper hie und da mal ein Bier oder einen Wein weg. Auf regelmäßiges und exzessives Trinken solltest Du jedoch logischerweise verzichten.

 

Die Makronährstoffe

 

Makronährstoffe sind die Hauptlieferanten an Nährstoffen, die wir tagtäglich zu uns nehmen. Sie werden wiederum in Kohlenhydrate, Proteine und Fette unterteilt. Ein Überblick wird Dir zeigen, weswegen sie essentiell, aber übertrieben auch schädlich für unseren Körper sein können.

 

Kohlenhydrate

 

Kohlenhydrate haben in unserer Zeit einen schlechten Ruf. Besonders kurzkettige, wie reiner Zucker oder solche, die schnell in Zucker umgewandelt werden können, sind eher in geringen Mengen zu essen.

Süßigkeiten liefern uns leere Kalorien, da sie aus so gut wie keinen weiteren Nährstoffen außer kurzkettigen Kohlenhydraten und gesättigten Fettsäuren bestehen. Somit nehmen sie im Magen Platz ein, den wir nicht mit anderer Nahrung, die uns wichtige Vitalstoffe und Proteine zuführen, befüllen. Außerdem führt zu viel Zucker zu einer nichtalkoholischen Fettleber. Er lässt zusätzlich den Blutzuckerspiegel rapide ansteigen. Senkt er sich wieder, sind wir unkonzentriert, haben erneut Hunger und greifen deshalb schnell wieder zu etwas Essbarem. Im schlimmsten Fall erneut zu Zuckerhaltigem, wodurch ein kleiner Teufelskreis ausgelöst wird.
Ebenfalls ist Zucker eine willkommene Nahrungsquelle für unerwünschte Darmkeime und begünstigen freie Radikale. Der vermeintlich gesunde Fruchtzucker (Fructose), der nicht nur in Obst, sondern gleichsam in dem oft als Ersatz zum Haushaltszucker verwendeten Agavendicksaft, Reis-, Ahornsirup oder ähnlichem enthalten ist, wirkt sich eigentlich nicht besser und bei manchen mit Magen- und Darmbeschwerden sogar noch schlimmer aus.
Generell bleibt festzuhalten, dass 50 g Zucker täglich bei Frauen und 65 g bei Männern nicht überstiegen werden sollte.

Süßstoffe sind nach neuen Studien höchstwahrscheinlich keine geeignete Alternative, zumindest wenn man abnehmen möchte. Sie besitzen zwar nur wenige oder gar keine Kalorien, beeinflussen den Stoffwechsel aber so, dass man trotzdem nicht abnimmt oder gar noch zunimmt.

Kohlenhydrate in Gänze zu verteufeln, ist allerdings der falsche Ansatz, da sie unserem Körper als Energielieferant dienen. Lebensmittel mit langkettigen Kohlenhydrate, die wir z.B. in Kartoffeln, Haferflocken, Vollkornprodukten, Naturreis, Nüssen, Mandeln, Pistazien und Hülsenfrüchten finden, sättigen länger und lassen Deinen Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen. Dadurch können wir über einen längeren Zeitraum unsere Konzentration oben halten. Darüber hinaus beinhalten diese Lebensmittel viele Mikronährstoffe, auf die ich später noch einmal eingehe.

 

Proteine

 

Proteine, die wiederum aus einer Vielzahl an Aminosäuren bestehen können, sind die Grundbausteine unseres Körpers und daher immens wichtig für unser Leben. Da bei uns im Gegensatz zu manchen Tieren (z.B. Kühe) Eiweiß nicht im Körper selbst hergestellt werden kann, müssen wir es uns über die Nahrung zuführen.
Proteine sind für den Stoffwechsel, die Blutgerinnung, die Steuerung hormoneller Vorgänge, den Transport wichtiger Mikronährstoffe und das Immunsystem unerlässlich.
Eiweiß ist in jeder Zelle des Körpers vorhanden. Muskeln, damit auch das Herz und das Gehirn, Haut und Haare bestehen zu großen Teilen aus Proteinen. Damit unser Gehirn sehr gut arbeiten kann, benötigen wir Aminosäuren.
Besonders Sportler benötigen viel Eiweiß, dass sie Muskeln aufbauen können.

Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt für normale Menschen, die nicht regelmäßig ihren Körper trainieren, bei 0,8 g Proteine pro kg Körpergewicht. Für Sportler ist das hingegen nicht ansatzweise ausreichend: Hier empfehlen viele Studien 1,4 – 2 g Eiweiß pro kg. Diese Mengen benötigen Sportler für den Aufbau und den Erhalt der Muskelmasse und für die Stärkung von Bändern und Bindegewebe.
Zudem hat Eiweiß noch zwei weitere Eigenschaften, die uns beim Abnehmen helfen können: Es sättigt am meisten und damit am längsten und wir verbrauchen im Vergleich zu den anderen Makronährstoffen mehr Kalorien beim Verdauen.

Für viele, die durch ihre tägliche Nahrung ihren Proteinhaushalt nicht decken können, eventuell auch, um ihren Kalorienbedarf nicht zu überschreiten, ist Eiweißpulver eine gute Investition.
Das Proteinpulver mit der höchsten biologischen Wertigkeit wird aus Molke hergestellt und trägt daher häufig auch die englische Bezeichnung „Whey“ im Namen. Da es sich folglich um ein Milchprodukt handelt, ist hier Milchzucker enthalten. Isoliertes Proteinpulver, das ein paar Euro teurer als normales Whey Protein ist, hat nicht nur einen höheren Proteinanteil, sondern auch einen geringeren Laktosegehalt (unter 1%). Geschmacksneutrales Eiweißpulver beinhaltet in der Regel mehr Proteine als eins, das beispielsweise nach Schokolade, Vanille oder anderen Richtungen schmeckt. Außerdem kannst Du dieses leicht mit unterschiedlichen Lebensmitteln kombinieren, ohne dass Du Dir über den Eigengeschmack des Pulver Gedanken machen musst.
Für Menschen, die unter einer extremen Laktoseintoleranz leiden oder sich vegan ernähren, gibt es ebenfalls Alternativen z.B. aus Mandeln oder Soja.
Wichtig ist auf alle Fälle die Qualität der Produkte. Informier Dich also im Vorfeld darüber.
Des Weiteren solltest Du Dich auch als Nicht-Veganer nicht nur von tierischen Eiweißquellen ernähren. Eine Mischung mit pflanzlichen Proteinen ist äußerst sinnvoll.

Stark übertreiben sollte man jedoch die Eiweißzufuhr ebenfalls nicht. Forscher gehen davon aus, dass die Leber und die Nieren bei über 3 g pro kg Körpergewicht täglich, insbesondere bei Menschen mit Vorerkrankungen dieser zwei Organe, geschädigt werden können.

 

Fette

 

Ein Mythos lautet: Fett macht fett. So pauschal stimmt das aber ganz und gar nicht.
Fette sind sehr wichtig für unseren Körper und unabdingbar, um gesund zu leben.

Besonders einfach ungesättigte Fettsäuren benötigen wir für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Zudem schützen sie Organe und halten uns lange satt. Sie sind vor allem in Oliven-, Raps-, Sonnenblumenöl, Macadamia, Erdnüssen, Pekannüssen, Mandeln, Cashews und Pistazien enthalten.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind die Omega-3- (z.B. in Lein-, Walnuss-, Rapsöl, Hering, Makrele, Lachs) und Omega-6-Fettsäuren (z.B. in Distel-, Walnuss-, Maiskeim-, Soja-, Sonnenblumen-, Traubenkern-, Weizenkeimöl).
Gesättigte Fettsäuren sind v.a. tierische Fette. Sie gelten zurecht als ungesund. Nur 7-10% unseres Kalorienbedarfs pro Tag soll daher aus gesättigten Fetten bestehen.

Wie bei den anderen Makronährstoffen heißt es auch hier, nicht übertreiben.
Rund 30% unseres Kalorienbedarfs sollten wir durch Fette aufnehmen. Im Durchschnitt also 60-80 g.

 

Mikronährstoffe

 

Unter Mikronährstoffen versteht man Vitamine, Mineralstoffe (z.B. Calcium, Kalium, Magnesium) und Spurenelemente (Eisen, Jod, Zink). Für die Zuordnung, ob es sich um ein Mineralstoff oder ein Spurenelement handelt, ist die empfohlene Menge pro Tag entscheidend (Mineralstoff: über 100 mg; Spurenelement: weniger als 100 mg).

Doch warum sind Mikronährstoffe für uns so wichtig?

Obwohl sie uns nach ihrer Aufnahme keine Energie liefern, sind sie essentiell z.B. für das Immunsystem, die Konzentrationsfähigkeit, Zähne, den Zellwachstum, Hormonhaushalt und den Knochenbau.
Eine körpereigene Herstellung der Mikronährstoffe ist auch hier nicht möglich, weswegen wir sie über die Nahrung aufnehmen müssen.

 

Nahrungsergänzungsmittel

 

Mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln können wir Mikronährstoffe einnehmen und damit viele Körperfunktionen unterstützen. Allerdings ist sowohl die Ernährung als auch die Herstellung körpereigener Stoffe sehr unterschiedlich. Daher kann ich guten Gewissens pauschal zu keinen Mikronährstoffen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln raten.

Wenn Du wissen möchtest, bei welchen Mikronährstoffen Du einen Mangel hast, frag nam besten Deinen Hausarzt und schildere evtl. Symptome. Es gibt hier unterschiedliche Testmethoden, mit denen man die Mikronährstoffe im Körper bestimmen kann und Du individuell anhand der Ergebnisse ggf. Nahrungsergänzungsmittel auf Dich abstimmen kannst.

 

Sonderfall Creatin

 

Creatin ist eine Aminosäureverbindung und dient als Energielieferant.

Ich muss zugeben, dass ich während meiner ersten Kontakte mit dem Thema Fitness gegenüber Creatin sehr skeptisch war und dachte, dass dieser Stoff ähnlich wie Steroide zu einer Gruppe von Dopingpräparaten gehöre.

Inzwischen weiß ich, dass dies nicht so ist. Der Kauf und die Einnahme ist auch bei Berufssportlern legal und häufig an der Tagesordnung. Zahlreiche Studien zeigen, dass Creatin beim Muskelaufbau hilft, besonders bei Kraftsportlern leistungssteigernd wirkt und die Regenerationszeit verkürzt.
Häufig wird eine Einnahme von 3-5g Creatin am Tag empfohlen. Creatin ist vor allem in Fisch und Fleisch enthalten. Um 3-7 g Kreatin über die Nahrung aufzunehmen, müsste man aber ein Kilogramm davon essen. Auch in Milch befindet sich der Stoff. Bei 0,1 g pro Liter ist eine höhere Aufnahme jedoch äußerst schwierig.

Achtung! Trotz der positiven Wirkung gilt genauso wie bei den anderen Nahrungsmittelergänzungen auch hier, dass Du eine Einnahme erst mit Deinem Arzt absprechen solltest. Es ist z.B. noch nicht geklärt, ob sich eine Creatineinnahme bei Vorerkrankungen der Nieren negativ auswirkt.

 

Ballaststoffe

 

Ballaststoffe sind zumeist pflanzliche Faser- und Quellstoffe, die chemisch gesehen zu der Gruppe der Kohlenhydrate gehören, die unser Körper jedoch nicht zu Zucker, sondern entweder zu hilfreichen Fettsäuren oder überhaupt nicht verwerten kann.
Sie unterstützen unsere Darmtätigkeit, ernähren unsere Darmflora und helfen unserem Immunsystem. Zudem bewirken sie nach dem Essen einen langsamer ansteigenden Blutzuckerspiegel, beugen Darm- und Prostatakrebs, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, senken die Blutfettwerte und halten uns länger satt.

Der empfohlene Tagesbedarf für Ballaststoffe liegt bei 30 – 40 Gramm. Als ballaststoffreiche Lebensmittel zählt Nahrung, die mehr als 5% Ballaststoffe aufweist (z.B. Äpfel, Birnen, Trockenobst, Erbsen, Karotten, Kartoffeln, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen). Zum Essen von vielen Ballaststoffen sollte man auch Flüssigkeit zu sich nehmen, da sonst Verstopfungen drohen können. Wenn Du bisher kaum Ballaststoffe gegessen hast, steiger den Konsum nur langsam, um Deinen Körper daran zu gewöhnen.

Falls Du Medikamente einnimmst, kann durch ballaststoffreiche Speisen eine Verzögerung dessen Wirkung auftreten. Frag daher Deinen Arzt, ob Du einen zeitlichen Abstand zwischen der Medikamenteneinnahme und dem Essen einhalten sollst.

 

Abnehmen und zunehmen

 

Sich gesund zu ernähren, bedeutet, langfristig seine Ernährung umzustellen und eine Routine zu entwickeln. Um ab- oder zuzunehmen, sollten wir unseren ungefähren Kalorienbedarf mit allen Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen, nicht stark unter- oder überschreiten.

Falls Du abnehmen möchtest, solltest Du zwischen 300 und 500 kcal pro Tag von Deinem sonstigen Kalorienumsatz einsparen. Bei einem höheren Kaloriendefizit fährt der Stoffwechsel herunter, Du wirst leistungsschwächer, Muskeln werden abgebaut und viel Wasser ausgeschieden. Wechselt man nun wieder auf den normalen Kalorienbedarf zurück, nimmt man viel schneller zu. Das ist der bekannte Jojo-Effekt.

Für eine Zunahme, so in der sogenannten Massephase bei Kraftsportlern, die Muskeln aufbauen möchten, oder bei Untergewichtigen, sind 350 kcal als Kalorienüberschuss ein Richtwert.

Für die Ermittlung Deines täglichen Umsatzes und für die Kalorienberechnung Deiner Speisen sind Fitnessapps (z.B. MyFitnessPal) sehr hilfreich. Natürlich ist es umständlich, jedes Lebensmittel einzeln tagtäglich immer abzuwiegen. Allerdings bekommst Du ein gutes Gefühl dafür, wenn Du es eine Woche lang mit unterschiedlichen Nahrungsmitteln gemacht hast und kannst danach ungefähr sowohl die Makronährstoffe als auch die Kalorien abschätzen.

 

Rezeptideen

 

An dieser Stelle habe ich für Dich noch ein paar Rezeptideen, die mich selbst schon überzeugt haben. Sie sind vor allem kohlenhydratarm und proteinreich. Ganze Rezepte dazu kannst Du im Internet finden.

 

Frühstück

 

Das Frühstück sollte auf keinen Fall unterschätzt werden, da es uns hilft, mit Energie und konzentriert in den Tag zu starten:

  • Magerquark mit Wasser cremig rühren, etwas Honig, Haferflocken, Chia, Leinsamen, Flohsamenschalen, Früchte, ggf. Mandelmehl oder gemahlene Walnüsse hinzugeben
  • Pancakes aus Eiern, Mandelmehl, gemahlenen Walnüssen, evtl. geschmacksneutrales Proteinpulver und Zimt, etwas Milch
  • Omelette mit Gemüse, Käse und ggf. fettarmer Roh- oder Kochschinken

 

Mittag-/Abendessen

  • Kohlrabi oder Speisekürbis als Pommesersatz (klein schneiden, mit etwas Öl und Gewürzen für 20-30 Minuten bei 200 Grad in den Ofen)
  • Zucchini oder Kohlrabischeiben anstatt Lasagneplatten (geht auch mit Tofu anstelle von Hackfleisch)
  • Zucchini mit Spiralschneider (Zoodles) als Nudelersatz
  • Nudeln aus Erbsen, Linsen oder Kichererbsen
  • Ofengemüse (Paprika, Auberginen, Karotten, Zucchini klein geschnitten mit Gewürzen und etwas Öl für 30-40 Minuten bei 200 Grad im Ofen)
  • Pilze (Champignons) mit Feta füllen (20-30 Minuten bei 200 Grad im Ofen; ggf. vor den restlichen fünf Minuten mit gehacktem Knoblauch bestreuen)
  • Auberginenscheiben in Linsenmehl, Ei mit Salz und Pfeffer und mit Hartkäse (Parmesan, Pecorino) panieren und braten (als Schnitzelersatz)

Snacks für Zwischendurch

  • Kichererbsen im Ofen
  • Apfel- oder Gemüsechips selbst im Ofen machen
  • Kohlrabi, Sellerie, Karotten in Frischkäse dippen
  • Erdnuss-/Mandelbutter
  • Proteinshake (sättigt und unterstützt Proteinhaushalt)

 

Tipp: Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte als Superfood

 

Auch wenn leider manche Menschen darauf allergisch sind, kann man Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und bestimmte Steinfrüchte (z.B. Pistazien und Mandeln) als wahres Powerfood für Körper und Geist bezeichnen. Sie sind sehr gesund, da sie reich an ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3, Eiweiß, langkettigen Kohlenhydraten, Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Ballaststoffen sind. Auch wenn sie viel Fett enthalten, können nur rund zwei Drittel dieser Kalorien vom Körper tatsächlich verdaut werden, wodurch sie doch nicht ganz so extrem auf unsere Kalorienbilanz schlagen, wie der erste Blick auf die Nährwerttabelle vermuten lässt.
Viele Nuss-, Samen-, und Hülsenfrüchtesorten helfen der Produktivität unseres Gehirns. Studien belegen, dass Menschen, die täglich etwa eine Hand voll Nüsse (bzw. Samen, Stein- und Hülsenfrüchte) essen, gesünder sind und bis zu fünf Jahre länger leben.

 

Fazit zur Ernährung

 

Sicherlich war es keine Überraschung für Dich, dass eine ausgewählte Ernährung von großer Bedeutung für Deinen Körper ist. Sie hilft uns dabei, gesünder, konzentrierter, produktiver zu sein, uns insgesamt wohler zu fühlen und ein längeres Leben zu führen.
Nicht alle Lebensmittel, die uns bei übermäßigem Genuss schaden, müssen wir verteufeln. Es kommt wie bei Vielem im Leben auf das Maß an und dass wir bewusst essen.

Eines gilt jedoch für alles, was wir zu uns nehmen: Achte auf die Qualität! Egal, ob bei Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen, Gemüse, Fleisch, Fisch, Proteinpulver oder bei Nahrungsergänzungsmitteln. Dein Körper wird Dir mit langer Gesundheit dafür danken.

Willkommen in der Zukunft!
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