Die 7 Gebotsstrategien von Google Ads – James AI

Was Du bei den unterschiedlichen Gebots-Varianten von Google Ads beachten musst, erfährst Du hier.

Gerade für diejenigen, die neu in das Thema Google Ads (ehemals Google AdWords) einsteigen, ist es ziemlich schwierig, zu bestimmen, wann sie welche Gebotsstrategie anwenden sollen und was eigentlich hinter der jeweiligen Strategie wirklich steckt. Deshalb möchten wir mit diesem Artikel darüber aufklären, welche Gebotsstrategie in welcher Situation am geeignetsten ist, und welche 3 Strategien wir persönlich favorisieren … 

 

1. Gebotsstrategie: Ziel-CPA

 

Die Ziel-CPA (Cost per Action: Kosten pro Aktion bzw. Kosten pro Conversion) ist bei den Gebotsstrategien unser Favorit. Hier gibt der User an, wie viel er bereit ist, für eine Aktion bzw. Conversion zu zahlen. 

Dies bedeutet konkret: Wenn Du als Ziel eine Newsletter-Anmeldung oder sogar eine Transaktion in Deinem Shop definiert hast, kannst Du mit der Gebotsstrategie Ziel-CPA festlegen, wieviel Dir diese konkrete Conversion maximal wert ist. 

Wenn Du schnell mit Deinem Unternehmen wachsen möchtest, dann leg den Maximalwert auf solch eine Summe fest, dass Du einfach auf Break-Even hinauskommst. Später kannst du dann dem durch diese Strategie gewonnenen Kunden, weitere Produkte und Dienstleistungen verkaufen.  Jemand, der schon einmal etwas bei Dir gekauft hat, kauft schneller und einfacher erneut bei Dir ein als ein Fremder.

 

2. Gebotsstrategie: Ziel-ROAS

 

Beim Ziel-ROAS (Return on advertising spend) definierst Du Deinen konkreten Return, den Du pro ausgegebenem Werbeeuro erzielen möchtest. Wenn Du einen Euro für Werbung ausgibst, möchtest Du in diesem Fall erreichen, dass Du den festgelegten Wert von x Euro wieder zurückerhältst. Das heißt also:

Falls Du 1 € ausgibst und einen Umsatz von mindestens 8 € erwirtschaften möchtest, muss der Ziel-ROAS bei mindestens 800% liegen. 

Wichtig:
Voraussetzungen für Ziel-CPA und Ziel-ROAS ist, dass Du das Conversion-Tracking erfolgreich eingerichtet hast und mindestens 15 Conversions in den letzten 30 Tagen im Rahmen einer Suchkampagne vorliegen.

Weiterhin musst Du berücksichtigen, dass es sich hierbei nur um den Return pro ausgegebenem Werbebudget und nicht zwingend um den Return des Unternehmens handelt. Denn, wenn Du zum Beispiel einen Onlineshop für Lederhandschuhe betreiben würdest, müsstest Du neben den Werbekosten selbstverständlich auch die Kosten für Material, Logistik, Personal, Nebenkosten usw. aufbringen, eben alle Ausgaben des Unternehmens neben den reinen Werbekosten.

Für den konkreten ROI – Return on Investment – sind diese Kosten einfach zu berechnen. Auf unser Rechenbeispiel von oben bezogen heißt das: Wenn Du vom Umsatz von 8 € 1 € für Google Werbung ausgegeben hast, bleiben Dir 7 € für die restliche Kostendeckung des Unternehmens übrig. Erst nachdem sämtliche Ausgaben abgezogen wurden, kannst Du erkennen, wie profitabel Deine Kampagne wirklich war.

 

3. Gebotsstrategie: Klicks maximieren

 

Diese Strategie ist standardmäßig eingestellt. Allerdings können wir sie am wenigsten empfehlen. Auch ist sie für neu aufgesetzte Accounts bzw. Kampagnen vollkommen ungeeignet. 

Bei der Aktion „Klicks maximieren“ handelt es sich, wie die Beschreibung schon sagt, um die Strategie, so viele Klicks wie möglich zu erhalten. Im Konkreten bedeutet das, dass dieses Ziel ganz unabhängig vom Preis umgesetzt werden soll. Dabei spielt es folglich keine Rolle, ob das Unternehmensziel erreicht wird oder nicht. Am Ende des Tages ist für Dich doch relativ uninteressant, wie viele Klicks Du auf der Website hattest, wenn Du keinen oder nur kaum Profit machen konntest!
Von Klicks an sich kannst Du Dir nichts kaufen und auch nicht mit Reports zu Deinen hohen Klickzahlen Deine Mitarbeiter bezahlen. Der primäre Zweck eines Unternehmens ist es, Umsatz zu schaffen und profitabel zu sein. Wer das nicht beherzigt, hat sich mit seinem Business nur ein neues Hobby aufgebaut und ist wirtschaftlich betrachtet gescheitert.

Du musst Dir also darüber im Klaren sein, was Dein Geschäftsmodell ist und Dein Geschäftsziel darauf basierend optimieren. Irgendwelche Kenngrößen, die nur einen bedingten direkten Einfluss darauf haben, bringen Dich nicht weiter. 

Die Einstellung „Klicks maximieren“ ist nur dann für Dich sinnvoll, wenn Du die Absicht hast, so schnell wie möglich alle erdenklichen Daten zu sammeln. Wenn Du also wissen möchtest, wen Du grundsätzlich mit Deinem Internetauftritt ansprichst, kann die Gebotsstrategie „Klicks maximieren“ für einen sehr kurzen Zeitraum Sinn ergeben. 

Voraussetzung ist natürlich, dass Du für die Durchführung mit einer solchen Form von Datenerhebung genug Cashflow hast und den einen oder anderen verlorenen Euro verschmerzen kannst.

Auf keinen Fall solltest Du langfristig Anzeigen mit dieser Strategie schalten. Das Maximieren von Klicks ist zwar zum reinen Sammeln von Daten geeignet, aber der Preis, den Du dauerhaft dafür bezahlen müsstest, ist schlichtweg einfach viel zu hoch. 

Um Deine Unternehmensziele ideal zu erfüllen, empfehlen wir Dir definitiv, andere Strategien zu wählen. 

 

4. Gebotsstrategie: Conversions

 

Hierbei sind die Gebote von Google so definiert, dass möglichst viele Conversions, wieder unabhängig davon, wie profitabel diese sind, erzielt werden. Google versucht hier so viele Aktionen, die mit der Conversion in Verbindung stehen, wie möglich zu erreichen. Falls Du mit dieser Strategie ein Upsell verfolgen möchtest, kann diese Gebotsstrategie in gewissem Maße sinnvoll sein. 

Wenn Du also Newsletter-Abonnenten oder Kunden für ein zunächst günstiges Produkt mit Google quasi einkaufen möchtest, so dass diese später etwas anderes in Deinem Shop erwerben oder eine weitere Dienstleistung von Dir in Anspruch nehmen, kannst du diese Strategie in Erwägung ziehen.

 

5. Gebotsstrategie: Conversion-Wert maximieren

 

Bei der Gebotsstrategie „Conversion-Wert maximieren“ werden die Gebote so angepasst, dass der einzelne Conversion-Wert maximiert wird. 

Wenn Du beispielsweise einen Onlineshop betreibst, werden die Gebote so gesetzt, dass Du vor allem die Personen erreichst, die in der Regel viel einkaufen. Google richtet sich nämlich dann genau an die Menschen, die häufig einen sehr gut gefüllten Warenkorb bei Bestellungen aufweisen. 

Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass Du damit den höchsten Profit erreichst:

Mit dieser Methode kann sich etwa das Gesamtvolumen reduzieren.

Du kannst hiermit zwar zum Beispiel mehr solcher Kunden, die viel kaufen, werben, aber entweder gibst Du für diese Art der Kundengewinnung mehr Geld aus oder hast insgesamt weniger Kunden, die Deinen Profit noch viel mehr erhöhen würden. 

 

6. Gebotsstrategie: Angestrebter Anteil an möglichen Impressionen

 

Diese Gebotsstrategie hilft Dir die Sichtbarkeit des Unternehmens zu erhöhen und ist nur im Google Suchnetzwerk verfügbar. Du definierst, wie häufig Du auf der obersten Position sein möchtest und Google gibt entsprechend viel Budget aus und überbietet andere Wettbewerber, damit dies auch erreicht wird.  

Das Ziel dieser Gebotsstrategie besteht darin, gesehen zu werden und profitable Umsätze spielen keine Rolle. Kurz gesagt: Du erhältst eine große Sichtbarkeit um jeden Preis!

Ob sich das lohnt? Wohl eher kaum. 

 

7. Gebotsstrategie: Manueller CPC und Enhanced-CPC-Strategie

 

Der manuelle CPC (cost per click) ist für Dich mit einem neuen Account eine sehr gute Möglichkeit, um zu begrenzen, wie viel Du maximal für einen Klick ausgeben möchtest. Hierbei gibst Du manuell das maximale Budget an, das Du bereit bist, für einen Klick zu bezahlen. So hast Du mehr Kontrolle über die maximalen Gebote.

Du kannst zusätzlich bei der Erstellung einer Kampagne auswählen, dass Du die Option „Enhanced CPC” vornehmen möchtest. Enhanced CPC ist die einzige semi-automatische Gebotsstrategie. Du gibst pro Klick zwar ein Maximalgebot vor, doch erlaubst Google trotzdem etwas Spielraum. Bei der Auktion kann Google mit diesem Setup maximal 30% über, aber auch bis zu 100% unter dem angegebenen Gebot für Dich mitbieten.  

Damit Du herausfinden kannst, ob Du die „Enhanced CPC”-Option für Dich nutzen solltest, kannst Du zwei Kampagnen erstellen, die Du später miteinander vergleichst:

Eine verfolgt die normale „Manual CPC”-Gebotsstrategie und die andere die „Enhanced CPC”-Strategie. Nach 4-6 Wochen stellst du beide Ergebnisse gegenüber und mit den Daten entscheidest du, welche Strategie für Dich die geeignetere ist.

 

Fazit der unterschiedlichen Gebotsstrategien

 

Google bietet Dir insgesamt 7 Gebotsstrategien für Kampagnen. Wenn Du Dich noch nicht ausführlich mit diesem Thema beschäftigt hast, kann die Auswahl ziemlich überfordern sein.

Daher fassen wir für Dich noch einmal unsere drei wichtigsten Tipps zusammen:

  1. Benutze für Kampagnen mit guten Conversiontracking Ziel-CPA oder Ziel-ROAS
  2. Benutze für neue Accounts den manuellen CPC oder Enhanced CPC
  3. Vermeide die Standardeinstellung „Klicks maximieren” und benutze stattdessen „manueller CPC”.

Hättest du vorher gedacht, dass Klicks maximieren eine solch erfolglose Gebotsstrategie ist? Wir freuen uns darüber, wenn Du uns Deine Lieblingsstrategie verrätst!

Kommentare